Halloween
Typ:
spielerisch
Geister woll’n zu ihren Häusern fliegen,
woraus der Tod sie einst vertrieben,
steigen Halloween aus ihrem Grab empor
und fliegen übers Friedhofstor.
Brauchen keinen Weg zum einst bewohnten Haus,
fliegen vom Grab direkt geradeaus,
getrieben von Saman, dem Gott der Toten,
der all die Geister ruft mit Hilfe seiner Götterboten.
Manche fliegen lachend ihre Kreise,
andre sind verbittert und nicht grad leise.
Einst machten die Druiden große Feuer,
denn die Geister waren ihnen nicht geheuer.
Doch nicht alle können diese Geister sehen,
ja, die werden Halloween auch nie versteh’n –
und auch, warum grad in dieser Nacht
von Geistern wird so viel Rabatz gemacht.
Wie Jack o Lantern, der, als er seine Rechnung zinkte,
im Suff den Teufel ziemlich linkte.
Etwas später gab sein Körper auf.
Himmel sowie Hölle – niemand nahm ihn mehr auf.
Nicht der Teufel, weil er den so arg betrogen,
nicht der Himmel, weil er der Religion nicht war gewogen.
Auf seinem langen Weg, der keine Lichter hat,
er den Teufel um glühend’ Kohlen bat.
Leuchten jetzt im ausgehöhlten Kürbiskopf,
den er als Laterne trägt am Schopf –
kunstvoll verziert mit schaurigem Gesicht
ist alles, was für Jack die Dunkelheit durchbricht.
Heut‘ hat Halloween nur mehr ein Ziel:
Süßigkeiten sammeln und derer möglichst viel.
Oder, wenn erwachsen, sich zu Halloween betrinken
und dann den Geistern fröhlich winken.
